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Die Kathedrale Sveti Jakov in Sibenik

Die im gotischen Stil errichtete Kathedrale Sveti Jakov (St. Jakob) in Sibenik zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten in ganz Kroatien. Während der rund 100 Jahre dauernden Bauzeit erhielten mit Antonio Dalle Masegne, Juraj Dalmatinac und Niccòlo di Giovanni Fiorentino gleich drei Architekten die Gelegenheit, sich beim Bau der Kathedrale zu verewigen. Der letzte Stein wurde schließlich im Jahr 1475 auf die Kathedrale Sveti Jakov in Sibenik gesetzt. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kathedrale mehrmals renoviert, wobei vor allem in den 1990er-Jahren die Beseitigung der Kriegsschäden sehr umfangreiche Maßnahmen erforderte. Im Jahr 2000 wurde die Kathedrale Svet Jakov in Sibenik von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
 
Zu den architektonischen Besonderheiten der Kathedrale Sveti Jakov sind das Kuppeldach sowie das Gewölbe zwischen Turm und Kirchenschiff zu zählen. Die Kathedrale wurde fast vollständig aus Kalkstein und Marmor erbaut, die von der vorgelagerten Insel Brac mit enormem Aufwand über die Adria nach Sibenik geschafft werden mussten. An der Stelle, an der die Kathedrale Sveti Jakov errichtet wurde, stand bis zum 14. Jahrhundert eine kleinere Kirche, von der das sogenannte Löwenportal in den Bau der neuen Kathedrale eingebunden wurde. Bei diesem von steinernen Löwen flankierten Seitentor handelt es sich also um den ältesten Teil der Kathedrale Sveti Jakov.

Eine besondere Erwähnung haben zudem die 71 Friesköpfe an der Außenfassade der Kathedrale Sveti Jakov verdient. In Sibenik werden diese Porträts mit einer Anekdote verbunden, die sich über die Jahrhunderte hinweg bis in die heutige Zeit gehalten hat. Demnach soll die lange Bauzeit unter anderem auf Geldmangel zurückzuführen gewesen sein, der wiederum dem Geiz der wohlhabenden Bevölkerung von Sibenik angelastet wurde. Der Architekt Juraj Dalmatinac, der die Friesköpfe geschaffen hat, soll sich der Erzählung nach mit diesen Porträts auf die wenig spendablen Einwohner Sibeniks bezogen haben.

Die Kathedrale Sveti Jakov liegt direkt an der malerischen Uferpromenade von Sibenik und damit in Sichtweite zur Adria. Diese exponierte Lage dürfte ebenso wie die Größe und die besondere Architektur ihren Teil zum hohen Stellenwert der Kathedrale in Dalmatien, Kroatien und darüber hinaus beitragen.