Kroatien beteiligt sich an Biosphärenpark an der Donau

02.10.2009 in der Kategorie: Kroatien Natururlaub

Kroatien ist neben Österreich, Ungarn, Slowenien und Serbien eines von fünf Ländern, das sich im Rahmen eines Biosphärenparks an der Rettung des Naturraums entlang der Donau beteiligen will. Die Donau ist der längste Fluss in Europa und gleichzeitig die Heimat einiger sehr selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten, die es oft nur noch in diesem Flusssystem zu bewundern gibt. Insbesondere einige Vogelarten konnten in den Naturparks entlang der Donau in der jüngeren Vergangenheit vor dem Aussterben gerettet und so für die Nachwelt erhalten werden. Insgesamt gibt es auf dem rund 600 Kilometer langen Donaustück von Österreich bis Serbien, auf dem der von der UNESCO geförderte Biosphärenpark entstehen soll nicht weniger als 41 separate National- und Naturparks, die der Verwaltung des jeweiligen Donau-Anrainers unterliegen. Kroatien nimmt bei den Plänen der fünf beteiligten Donau-Staaten eine zentrale Rolle ein, da der Naturpark Kopacki Rit bei Osijek den Mittelpunkt des künftigen Biosphärenparks an der Donau bilden soll. Ob die UNESCO den rund 630.000 Hektar großen Biosphärenpark an der Donau in ihre Förderliste aufnimmt, wird mit letzter Gewissheit jedoch erst Anfang 2010 entschieden. Die Initiative zur Rettung des Öko-Systems an der Donau ging von Kroatien und Ungarn aus. Beide Staaten unterzeichneten am 17. September ein entsprechendes Abkommen zur Gründung des neuen Biosphärenparks am "Amazonas Europas", wie die Donau eben aufgrund ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt auch genannt wird. Kroatien rief zuletzt Kritik bei seinen Mitstreitern vor, als es die Drau, einen Nebenfluss der Donau, auf einer Länge von rund 50 Kilometern begradigen und damit für die Schifffahrt nutzbar machen wollte. Inzwischen hat sich Kroatien zugunsten des Biosphärenparks an der Donau von diesen Plänen jedoch wieder verabschiedet.

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