Droht dem Natururlaub an der Donau in Kroatien das Aus?

29.10.2009 in der Kategorie: Kroatien Natururlaub

Die Donau bildet im Norden von Kroatien die natürliche Grenze zu den Nachbarländern Slowenien, Ungarn und Serbien. Der längste Fluss Europas gilt unter anderem auf der Höhe von Kroatien als eines der letzten unberührten Naturparadiese unseres Kontinents und lockt Jahr für Jahr auch eine nennenswerte Zahl von Naturfreunden nach Kroatien. Geht es nach dem Willen der EU, könnte der Natururlaub an der Donau in Kroatien schon in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören. Aus der Donau soll auf dem Abschnitt zwischen Österreich und Kroatien für die Schifffahrt "optimiert", sprich ausgebaggert und an einigen Stellen sogar gestaut werden. Verschiedene Umwelt- und Naturschutzorganisationen, allen voran der WWF, laufen inzwischen Sturm gegen die EU-Pläne an der Donau. Am schwersten wiegt nach Ansicht des WWF die Tatsache, dass bei einer Realisierung der EU-Pläne bis zu 200 Inseln für immer in den Fluten der Donau verschwinden würden. Seltene und teilweise in ganz Europa einzigartige Tiere und Pflanzen würden um ihren natürlichen Lebensraum gebracht und wären im schlimmsten Fall sogar vom Aussterben bedroht, so der WWF in seiner düsteren Prognose zur Zukunft einer "korrigierten" Donau in Kroatien und seinen Nachbarländern. Wer die Donau in Kroatien noch in ihrer ursprünglichen, naturbelassenen und artenreichen Vielfalt erleben will, sollte angesichts der offensichtlich schon sehr weit gediehenen Pläne der EU nicht mehr allzu lange damit warten. Bleibt zu hoffen, dass bei der EU vielleicht doch noch ein Umdenken einsetzt und eines der letzten Naturparadiese in Europa für die Nachwelt erhalten und nicht der Schifffahrt geopfert wird.

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