Kroatien meistert weitere Hürden auf dem Weg in die EU
Veröffentlicht: 09.03.2010 in der Kategorie: Kroatien Politik
Ein zeitnaher Beitritt Kroatiens zur EU wird immer wahrscheinlicher. Nachdem sich Slowenien, das bisher einzige Land auf dem Balkan, das der EU angehört, bisher immer gegen eine Mitgliedschaft Kroatiens im europäischen Staatenbündnis gestellt hat, signalisierte Ljubljana jetzt erstmals grünes Licht für den Nachbarn an der Adria. Wie bereits im September 2009 an dieser Stelle berichtet, befinden sich Kroatien und Slowenien bis dato noch in einem Streit über den genauen Grenzverlauf in der Adria, womit Slowenien seine ablehnende Haltung stets begründet hatte.
Slowenien werde sich einem EU-Beitritt Kroatiens ab sofort nicht mehr verschließen, versicherte Außenminister Samuel Zbogar, der aber gleichzeitig auch betonte, dass er davon ausgehe, dass das Problem in der Adria vor einer möglichen Mitgliedschaft Kroatiens in der EU gelöst werde. Kroatiens neuer Präsident Ivo Josipovic strebt einen Beitritt seines Landes bis spätestens 2012 an und stuft dies auch als realistisches Ziel ein.
Josipovic wurde im Februar als neuer Präsident vereidigt und ist seinerseits vor allem um die Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen mit Serbien bemüht. Auch nach dem Ende des Kroatien-Kriegs auf dem Balkan galten die Beziehungen zwischen Zagreb und Belgrad als unterkühlt, was Josipovic während seiner Amtszeit nachhaltig ändern möchte. So wurde es der Politiker beispielsweise begrüßen, wenn Serbien neben Kroatien ebenfalls in die EU aufgenommen würde.

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