Kroatien plant gemeinsames Bahnunternehmen mit Serbien und Slowenien
Veröffentlicht: 30.07.2010 in der Kategorie: Kroatien Infrastruktur
Interrail, also mehrtägige Zugreisen durch den gesamten Kontinent, zählt bei Jugendlichen aus ganz Europa zu den beliebtesten Formen des Urlaubs. Auch bei den Kroatien Jugendreisen findet das Interrail immer mehr Anhänger, obwohl sich die Zugreisen an der Adria noch in einem sehr frühen Stadium befinden. Das liegt unter anderem daran, dass der grenzüberschreitende Zugverkehr auf dem Balkan im Vergleich zu Mitteleuropa doch noch mit einigen bürokratischen und organisatorischen Hürden versehen ist. Ein gemeinsames Bahnunternehmen der Balkanstaaten Kroatien, Serbien und Slowenien soll dies nun ändern.
Am heutigen Freitag setzten der Staatssekretär Kroatiens sowie die Verkehrsminister aus Serbien und Slowenien ihre Unterschriften unter einen Vertrag, der die Gründung eines gemeinsamen Bahnunternehmens vorsieht. Bereits am 1. September 2010 soll das in Ljubljana (Slowenien) ansässige Unternehmen seine Arbeit aufnehmen und den Güter- und Passagierverkehr per Bahn auf Balkan deutlich vereinfachen.
Kroatien, Serbien und Slowenien bilden das Zentrum des paneuropäischen Verkehrskorridors X (10) zwischen Salzburg (Österreich) und Thessaloniki (Griechenland). Die Bedeutung des Schienenverkehrs auf dem Balkan geht also weit über Interrail in Kroatien, Slowenien und Serbien hinaus und hat auch eine sehr große Bedeutung für die Wirtschaft in Kroatien. Wichtige Knotenpunkte des paneuropäischen Verkehrskorridor X in Kroatien sind die Hauptstadt Zagreb sowie die Städte an den Grenzen zu Serbien und Slowenien.

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