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Die kroatischen Feiertage

Da das Christentum in Kroatien mit einem Anteil von rund 90 % an der Bevölkerung die mit Abstand wichtigste Religion ist, gelten in dem Land an der Adria die christlichen Feste und Feiertage Weinachten, Ostern, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen als arbeitsfreie Tage. Pfingsten spielt in Kroatien hingegen nur eine sehr untergeordnete Rolle. Weitere Feiertage, die in weiten Teilen Europas verbreitet sind und auch in Kroatien gefeiert werden, sind Neujahr (1. Januar) und der Tag der Arbeit (1. Mai). Vier weitere Feiertage, die an bedeutende Ereignisse in der jüngeren Geschichte des Adria-Anrainers erinnern, runden den Festkalender in Kroatien ab.

Dem jährlichen Kalender folgend steht in Kroatien am 22. Juni zunächst der “Tag des antifaschistischen Kampfes“ zur Feier an. Am 22. Juni 1941 wurde nahe der Stadt Sisak die erste Partisaneneinheit in ganz Kroatien und Südosteuropa gegründet. Die Partisanenbewegung spielt in Kroatien während des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende Rolle, da sich ein Großteil der Bevölkerung mit dem proklamierten Antifaschismus identifizierte.
Nur drei Tage später, am 25. Juni, wird in Kroatien der Staatsfeiertag begangen. Bei dieser Gelegenheit wird an den 25. Juni 1991 erinnert, als das Parlament die Abspaltung vom damaligen Jugoslawien beschloss, wodurch es in der Folge auch zum Krieg auf dem Balkan gekommen ist. Endgültig beschlossen wurde die Trennung von Jugoslawien jedoch erst am 8. Oktober 1991, weshalb in Kroatien an diesem Tag der Unabhängigkeitstag und damit auch der Nationalfeiertag begangen wird.

Als umstrittenster Feiertag wird in Kroatien der 5. August, der Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit, angesehen. Damit wird an die Militäroperation “Sturm“ erinnert, die von der kroatischen Armee am 4. August gestartet wurde und insgesamt vier Tage dauerte. Ziel der Operation “Sturm“ war es, die zuvor von Serbien eroberte Stadt Knin sowie die umliegende Region Krajna wieder für Kroatien zu annektieren, was letztlich auch gelang. Während dieser Feiertag vor allem in den Städten Dubrovnik, Gospic, Karlovac, Nova Gradiska, Osijek, Sisak, Vinkovci, Zadar und Zupanja mit großen Zeremonien begangen wird, werden die Ereignisse aus dem Jahr 1995 in Serbien als massive Verletzung der Menschenrechte angesehen.