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Die kroatische Wirtschaft

Als direkter Nachbar zur Adria spielt der Tourismus für die nationale Wirtschaft in Kroatien natürlich eine sehr bedeutende Rolle. In den vergangenen Jahren wurden rund 20 % des BIP (Bruttoinlandsprodukts) direkt oder indirekt mit dem Tourismus erwirtschaftet, weshalb dieser Wirtschaftszweig auch einer der wichtigen Arbeitgeber in Kroatien ist. Neben dem Tourismus sind in Kroatien mit Schiffbau und Seehandel zwei weitere Wirtschaftszweige relativ stark vertreten, die direkt mit der Adria bzw. dem Mittelmeer in Verbindung stehen. An den Ufern von Donau und Save, den größten Flüssen Kroatiens, gibt es darüber hinaus noch einige fruchtbare Acker- und Wiesenflächen, die für die Landwirtschaft von besonderem Interesse sind.

Bis zum Ausbruch des Kriegs in Kroatien zu Beginn der 90er Jahre zählten vor allem der Bergbau und die industrielle Produktion zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Durch die Zerstörung der entsprechenden Anlagen und dem damit verbundenen Wiederaufbau nach Kriegsende gab es beim Bergbau und der Industrieproduktion in Kroatien zunächst gro0e Schwierigjeiten. Sie haben sich inzwischen aber wieder vollständig erholt. Zu den aufstrebenden Wirtschaftszweigen in Kroatien gehört seit einigen Jahren auch der Energiesektor. Nachdem sich Kroatien in der Vergangenheit nie um erneuerbare Energien kümmerte und stattdessen fast ausschließlich auf Kohle, Erdöl und Atomstrom setzte, hat im Jahr 2007 ein Umdenken eingesetzt. Seither wird in Kroatien auch die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind und Sonne durch staatliche Mittel bezuschusst. Zuletzt ließ die Regierung zwei größere Windparks nahe der auch für Jugendreisen interessanten Stadt Sibenik errichten.

Die Zukunftsprognosen für die Wirtschaft in Kroatien fallen durchweg positiv aus. Durch die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU wird Kroatien auch für Investoren aus dem westlichen Ausland immer interessanter. Die meisten Banken in Kroatien wurden inzwischen von österreichischen Banken aufgekauft, was diese These untermauert. Darüber hinaus verzeichnet Kroatien erhebliche Verbesserungen im Bereich der Verkehrswege und der sonstigen Infrastruktur rund um Großstädte wie Zagreb oder Split. Laut dem “Global Gender Gap Report“ aus dem Jahr 2006, einem unabhängigen Bericht des renommierten Weltwirtschaftsforums, belegt Kroatien immerhin den 16. Platz – Tendenz steigend.